Montag, 3. September 2007
Eine Nacht bei McCool`s
flonold, 00:03h
"Home, sweet home"
Jewel Valentine (Liv Tyler), eine femme fatale, ist auf der Suche nach einem schönen Haus. Um an dieses zu kommen, bezirzt sie erst Randy (Matt Dillon), der von ihrem Gestaltungswillen seines Hauses schon früh irritiert ist, bis er sich von ihrer Inbesitznahme schließlich nicht anders zu helfen weiß, als den Profikiller Burmeister (Michael Douglas) anzuheuern, der sie aus dem Weg räumen soll. In der Zwischenzeit sind Jewel weitere Männer verfallen, nämlich Randys Cousin, der erfolgreiche Anwalt Carl Harding (Paul Reiser), sowie der Polizist Dehling (John Goodman).
Das besondere dieses Films ist die Erzählstruktur. Die gleichen Begebenheiten werden aus der Sicht der jeweiligen Person stets verschieden erzählt, was schnell zu komischen Momenten führt. Dehling, der seine Geschichte einem Pfarrer erzählt, versucht natürlich, Randy als gewalttätigen Freund hinzustellen, während dieser seine Geschichte Burmeister erzählt und sich als Opfer darstellt. Alle sind Jewel verfallen, und so sind alle Erinnerungen leicht verzerrt und stark vernebelt vom männlichen Geschlechtstrieb.Die Komik, die hierbei aufkommt, macht den Film schon sehenswert, hinzu kommen noch die schräge Charakterzeichnung und nette Einfälle, wie die Nachbildung der Village People. Diese Zitierung geht noch weiter, wenn der Bruder des ermordeten Gangsters aufkommt, der im besten "Falling down"-Look Rache nehmen will. Man kann sich nur ausmalen, wie er auf dem Weg zum Haus in der Stadt schon gewütet hat, nachdem er von der Ermordung seines Bruders erfahren hat.
Matt Dillon (der wie in "Wild Things" einer autowaschenden Frau seine Aufmerksamkeit schenkt) weist hier eine extreme Ähnlichkeit zu Bruce Campell aus den "Evil dead"-Filmen auf, ob das beabsichtig wurde ist allerdings unklar. Auf jeden Fall sind die bekannten Schauspieler mitverantwortlich für den gelungenen Film, da jeder seiner Person eine individuelle, schräge Note verleihen kann. Besonders sehenswert ist John Goodman als Polizist, der allein durch seine Leibesfülle jedes Bild beherrscht, allerdings auch seine weiche Seite nicht verbergen kann, da ihn Jewel an seine tote Frau erinnert, deren Erscheinen ihn an einen Wink Gottes erinnert. Verständlicherweise wird der Priester unruhig, als er von seiner Liebesnacht mit ihr erzählt und will alle Einzelheiten wissen. Hier driftet der Film ein wenig in Klischees ab, wenn z.B. das Wort "Sex" in der Kirche fällt und sich die Nonne erschreckt umsieht. Dies kann man dem Film aber verzeihen, da sich diese Witze in Grenzen halten. Man kann aber nachvollziehen, warum die Männer so verrückt spielen, da Liv Tyler einfach umwerfend aussieht und sich dazu ihren sexuellen Wünschen fügt, egal ob sie nun jemand auspeitschen, die Frau ersetzen oder überhaupt eine Frau mit der man Sex haben kann, darstellen soll. Sie tut es und verfolgt damit natürlich ihre eigene Ziele von einem eigenen Haus und einer Heimat. Sehr sexy ist das Ohrläppchenlutschen, welches den Anwalt noch hibbeliger werden lässt.
Ob sie ihr Glück finden wird, muss man aber dahingestellt lassen.
Mit "Eine Nacht bei McCools" ist Harald Zwart eine schräge, spritzig-ironische Komödie gelungen, bei der vor allem der Schwachpunkt der Männer bloßgelegt wird. Witzige Dialoge und eigene Typen, sowie die dreigeteilte Erzählstruktur, die sich am Ende in einem schönen Shootout vereinigt, geben dem Film die eigene Note. Ein Spaß über die 90 Minuten Laufzeit!
Jewel Valentine (Liv Tyler), eine femme fatale, ist auf der Suche nach einem schönen Haus. Um an dieses zu kommen, bezirzt sie erst Randy (Matt Dillon), der von ihrem Gestaltungswillen seines Hauses schon früh irritiert ist, bis er sich von ihrer Inbesitznahme schließlich nicht anders zu helfen weiß, als den Profikiller Burmeister (Michael Douglas) anzuheuern, der sie aus dem Weg räumen soll. In der Zwischenzeit sind Jewel weitere Männer verfallen, nämlich Randys Cousin, der erfolgreiche Anwalt Carl Harding (Paul Reiser), sowie der Polizist Dehling (John Goodman).
Das besondere dieses Films ist die Erzählstruktur. Die gleichen Begebenheiten werden aus der Sicht der jeweiligen Person stets verschieden erzählt, was schnell zu komischen Momenten führt. Dehling, der seine Geschichte einem Pfarrer erzählt, versucht natürlich, Randy als gewalttätigen Freund hinzustellen, während dieser seine Geschichte Burmeister erzählt und sich als Opfer darstellt. Alle sind Jewel verfallen, und so sind alle Erinnerungen leicht verzerrt und stark vernebelt vom männlichen Geschlechtstrieb.Die Komik, die hierbei aufkommt, macht den Film schon sehenswert, hinzu kommen noch die schräge Charakterzeichnung und nette Einfälle, wie die Nachbildung der Village People. Diese Zitierung geht noch weiter, wenn der Bruder des ermordeten Gangsters aufkommt, der im besten "Falling down"-Look Rache nehmen will. Man kann sich nur ausmalen, wie er auf dem Weg zum Haus in der Stadt schon gewütet hat, nachdem er von der Ermordung seines Bruders erfahren hat.
Matt Dillon (der wie in "Wild Things" einer autowaschenden Frau seine Aufmerksamkeit schenkt) weist hier eine extreme Ähnlichkeit zu Bruce Campell aus den "Evil dead"-Filmen auf, ob das beabsichtig wurde ist allerdings unklar. Auf jeden Fall sind die bekannten Schauspieler mitverantwortlich für den gelungenen Film, da jeder seiner Person eine individuelle, schräge Note verleihen kann. Besonders sehenswert ist John Goodman als Polizist, der allein durch seine Leibesfülle jedes Bild beherrscht, allerdings auch seine weiche Seite nicht verbergen kann, da ihn Jewel an seine tote Frau erinnert, deren Erscheinen ihn an einen Wink Gottes erinnert. Verständlicherweise wird der Priester unruhig, als er von seiner Liebesnacht mit ihr erzählt und will alle Einzelheiten wissen. Hier driftet der Film ein wenig in Klischees ab, wenn z.B. das Wort "Sex" in der Kirche fällt und sich die Nonne erschreckt umsieht. Dies kann man dem Film aber verzeihen, da sich diese Witze in Grenzen halten. Man kann aber nachvollziehen, warum die Männer so verrückt spielen, da Liv Tyler einfach umwerfend aussieht und sich dazu ihren sexuellen Wünschen fügt, egal ob sie nun jemand auspeitschen, die Frau ersetzen oder überhaupt eine Frau mit der man Sex haben kann, darstellen soll. Sie tut es und verfolgt damit natürlich ihre eigene Ziele von einem eigenen Haus und einer Heimat. Sehr sexy ist das Ohrläppchenlutschen, welches den Anwalt noch hibbeliger werden lässt.
Ob sie ihr Glück finden wird, muss man aber dahingestellt lassen.
Mit "Eine Nacht bei McCools" ist Harald Zwart eine schräge, spritzig-ironische Komödie gelungen, bei der vor allem der Schwachpunkt der Männer bloßgelegt wird. Witzige Dialoge und eigene Typen, sowie die dreigeteilte Erzählstruktur, die sich am Ende in einem schönen Shootout vereinigt, geben dem Film die eigene Note. Ein Spaß über die 90 Minuten Laufzeit!
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